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Der Stand.2017 05 14 8 Shoot at the Marks 217

Die richtige Körperhaltung und ein fester Stand ermöglicht einen sauberen Schuss. Es gibt Situationen, in denen man auch auf die Knie muss. Auch hier ist die Spannung des Körpers gefragt. Ich erkläre es hier für Rechtsschützen.

( bei einem Linksschützen entgegen gesetzt ). Die linke Schulter zeigt zum Ziel, leicht gespreizte Beinstellung, beide Beine auf dem Boden. Beim Anziehen der Sehne sollte sich eine Spannung zwischen den Schultern aufbauen.

Das Visieren.

Nimm dir drei Steine. Suche dir ein Ziel und versuch dies zu treffen. Du wirst merken, dass du dich immer genauer an das Ziel ’ran wirfst. Wie hast du gezielt? Du bist in einem Prozess in deinem Körper. Er wiegt den Stein. Er stellt die angemessene Wurfkraft ein, sieht die Entfernung und tastet sich bei jedem Wurf heran. Wie oft hast du heute gebremst, gekuppelt und geschaltet, als du zu Arbeit gefahren bist? Das ist "GELERNTE INTUITION."

Mit den Augen wird das zu treffende Ziel anvisiert, es wird nicht über den Pfeil oder den Bogen geschaut, sondern nur gerade auf das Ziel. Der Oberkörper und der rechte Arm sind für die Richtung verantwortlich. Der Rest des Körpers bleibt am Boden und gespannt.

Das Ankern.

Es gibt mehrere Arten des Ankerns. Die meist gebräuchlichste ist das mediterrane Ankern. Die Zughand zieht die Sehne am Gesicht vorbei. Der Knöchel des Daumens ankert sich direkt unter dem Wangenknochen mit Kontakt. Das sollte bei jedem Schuss die Stellung sein, um in der Folge des Schießens zu korrigieren.

Sehnengriff und Zusammenspiel.

Der mediterrane Griff ist für Anfänger der stabilste. Der Zeigfinger sitzt über der Nocke, der Mittelfinger direkt unter der Nocke. Zur Stabilisierung und um mehr Kraft zum Ziehen der Sehne zu haben, liegt der Ringfinger direkt unter dem Mittelfinger. Nur die Fingerspitzen ziehen die Sehne… nie über das erste Fingerglied heraus. Zeige- und Mittelfinger stabilisieren den Nock, sollten ihn aber nicht einklemmen.

Beachte auch am Pfeil die Leitfeder. Sie sollte immer vom Bogen weg zeigen. Entweder ist sie mit einer anders farbigen Feder gekennzeichnet oder am Nock. Du kannst auch den Pfeil markieren. Nach ein paar Hundert Schüssen weiß man es aber auch ohne Markierung. Und es gehört zur Schussvorbereitung, wie die anderen Punkte auch. Am besten gewöhnt man sich beim Schießen einen immer gleichen Ablauf an.

Hat man seinen Stand gefunden, wird die Sehne leicht angezogen. Der Bogen zeigt noch zum Boden. Dabei hat man das Ziel mit den Augen im Blick. Bogen heben, den Bogen leicht nach links kippen, Körperspannung aufbauen, Daumen unter den Wangenknochen ziehen und nach ca. 2-3 sec die Sehnenfinger lösen. Alle auf einmal und zur gleichen Zeit, damit die Sehne ungehindert den Pfeil transportieren kann.

Nun schaue ich „ Wo ist der Pfeil gelandet? „ Nehmen wir an, oben links in der Scheibe. Beim nächsten Schuss korrigiere ich in die entgegen gesetzte Richtung. Dies machst du mit der Bogenhand. Also gehst du mit der Hand kurz vor dem Lösen des nächsten Schusses nach unten rechts. Es sollte nun ein anderes Trefferbild zu sehen sein.

Wenn man sich an die 4 Punkte hält wird sich schnell Erfolg zeigen.

Also:  Stand > Visieren > Ankern > Zusammenspiel

Viel Spaß beim Üben!