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Es gibt tausende und abertausende Traditionen auf dieser Welt. Sie werden seit Jahrtausenden weiter gereicht an die nachfolgenden Menschen. So hat sich auch das Bogenschießen über viele Generationen hinweg als Tradition etabliert. Hierbei steht der traditionelle Umgang mit Pfeil und Bogen im Vordergrund.

Was ist traditionelles „Intuitives Bogenschießen“? 

Das Bogenschießen wurde schon vor Jahrtausenden bei vielen Völkern, bei Sammlern und Jägern als Hilfsmittel angewandt. Der Pfeil mit Bogen gilt als lautlos, somit wird er für Tiere zu einer echten Bedrohung. Auch in Kriegen waren Pfeil und Bogen ein effizientes Mittel, um Gegner fast geräuschlos in Massen anzugreifen. Es gibt viele spannende Geschichten um Pfeil und Bogen. In der heutigen Welt der Wissenschaft werden viele Mythen zerstört und gerade deshalb ist das Stehen mit dem Bogen vorm Ziel etwas Besonderes. 

image124In meiner Arbeit versuche ich, den Instinkt zur Intuition wieder zu aktvieren, denn er ist da und will trainiert werden. Heutzutage gehen Instinkte verloren, obwohl wir sie in einigen Lebenslagen gut gebrauchen könnten. Anspannung und Entspannung sind Konzentration. Wir machen so viele Dinge im Leben ohne darüber nachzudenken „intuitiv“, doch dies birgt auch die Gefahr des Kontrollverlustes in der jeweiligen Situation. Sie fahren mit dem Auto von A nach B: wie oft haben Sie die Kupplung getreten? Auch bei einem Spaziergang wird eine Strecke gegangen und hinterher kann man sich an Einzelheiten nicht mehr erinnern. Sicherlich sind auch einige nicht merkenswert, aber viele wären es vielleicht gewesen. Beim Bogenschießen wird die Aufnahmefähigkeit geschult und das intuitive Denken aktiviert, der Körper lernt von Schuss zu Schuss mehr. Er zeigt uns auch Gefühle. Schießen Sie einen Pfeil mit schlechter Laune und Sie werden merken, dass das sehr großer Konzentration bedarf. Wenn Sie nun aber ihren schlechten Gedanken mit in den Schuss legen könnten, wären Sie entspannter. Es ist schwer, dieses Gefühl zu beschreiben. Aber probieren Sie es einfach mal aus und Sie werden erstaunt sein.

Männer, Frauen und Kinder haben meist nichts gemeinsam beim Bogenschießen. Das Kind nimmt sich den Bogen und ohne großes Nachdenken schießt es den Pfeil, es macht ihm Spaß. Die Frau kann auf ihre weibliche Intuition zurückgreifen und somit wird sie mit Bauch und Kopf gesteuert schießen. Der Mann will treffen, Jagen, das Tier erlegen, die Familie ernähren und somit steht er unter Druck. Drei Menschen die dasselbe machen, aber der Weg ist ein anderer.

Wenn ich schießen gehe, geht es mir meist nicht um das Treffen, eigentlich widersinnig, sondern um das Schießen, und das Treffen stellt sich von alleine ein. Um einen sauberen Schuss zu lösen müssen drei Hauptdinge beachtet werden:

  1. Erstens: die richtige Haltung

    Ohne sie wirst du nicht sauber schießen können.
  2. Das Ankern

Es bedeutet, egal wo du stehst, im Abhang, auf ebener Erde oder auf einem Baumstamm, du musst immer dieselbe Position der Arme und der Finger im Gesichtsfeld haben. Denn wenn du immer anders ankerst wirst du den Schuss nicht richtig korrigieren können.

  1. Das Lösen des Pfeils

    Aus der Ruheposition, Stehen, Ankern!

Lassen die Finger die Sehne los, ein unwiederholbarer Prozess, der nicht mehr gestoppt werden kann, wird der Pfeil den Weg nehmen, den du ihm aufgezeigt hast. Das Zusammen- spiel ist wichtig und sollte immer gleich sein.

Die Frage die nun auftaucht „Wie ziele ich?“
Wenn ich dir sage „wirf einen Stein weiter entfernt an einen Gegenstand“ so wirst du wissen, wieviel Kraft und Geschwindigkeit du aufwenden musst. Solltest du nicht treffen weißt du aber was du anders machen kannst, um den Gegenstand zu treffen. Und beim dritten oder vierten Mal wirst du dein Ziel erreicht haben, ohne zu Zielen - also intuitiv.

Hört sich einfach an und ist es auch, du musst nur für einen kurzen Moment ganz bei dir sein!

Die Tradition liegt im Detail. Bogenschützen waren immer angesehene Menschen. In der Ritterzeit, als das Pulver noch nicht im Vormarsch war, waren Bogenschützen meist die Präzisionsschützen so wie heute die Scharfschützen. Wenn sie in Massen schossen ging es um reine Kraft. Die Bögen hatten ein Zuggewicht von ca. 200 Pfund und konnten ca. 300 bis 400 Meter weit schießen. Die heutigen Bögen haben durchschnittlich 40-50 Pfund Zuggewicht und können ca. 150-250 Meter weit schießen. (so ca. nicht kontrolliert).

Wenn man nun sagen soll, auf welche Distanz genau ich das Ziel treffen kann, so kommt man auf eine Jagddistanz von durchschnittlich 28 Metern. Ein geübter Schütze wird sein Ziel nicht verfehlen. Dies hieße, er trifft es ohne einen tödlichen Schuss zu setzen, und das ist das Ziel: so genau wie möglich zu treffen. Bei einer Zielscheibe ist klar, dass die Mitte das Ziel ist. Aber bei einem 3- D- Tier liegt das Ziel, die Kill Zone, immer etwas anders. Um präziser schießen zu können bedarf es einer großen Selbstkontrolle und eines ausgeprägten Selbstbewusstseins. Natürlich spielt hier der Bogen eine Rolle. Auch die Pfeile sollten gut abgestimmt sein. So kann man im Fazit sagen, dass ein Zusammenspiel von Mensch und Natur gefragt ist. All dies wird durch das Bogenschießen gefördert. Mir sind auf meinen Turnieren schon sehr viele Menschen begegnet. Einige waren reine Nervenbündel. Wenn sie aber am Abschusspflog standen waren sie wie ausgewechselt. Ich fahre nicht zu Turnieren, um Erster zu werden, natürlich auch nicht Letzter. Ich versuche nur, im guten Durchschnitt zu liegen, alles andere ist eine Verbesserung. Turniere testen dich im Umgang mit dir selbst … schießen mit fremden Menschen … und sich auch ein stückweit behaupten … gesunde Konkurrenz ist hier die Devise. Auch neue Erfahrungen wird man machen und andere Menschen kennen lernen. Alles Dinge, die man im Leben braucht.

Wenn Ihnen meine Worte ein bisschen geholfen haben würde ich mich freuen, auch mit Ihnen praktisch üben zu dürfen!image096

Ich habe den Platz, die Bögen und Pfeile wie auch die Ziele, die auf Sie warten.

Auch wenn es nicht sehr traditionell ist fange ich meistens mit Sportbögen an. Diese Bögen haben eine gute Energieübersetzung und sind leicht zu handhaben. Erst einmal steht eine Einleitung im Vordergrund, ein bisschen Geschichte, aber auch viele Informationen zum Bogenschießen. Wenn das abgeschlossen ist gibt es mehrere Optionen weiter zu machen: Das Ausprobieren einer Speerschleuder oder schießen im freien Gelände. Hierbei steht nicht das Treffen im Vordergrund, sondern das Anfreunden mit dem Sportgerät. Sicherheit ist das oberste Gebot. Dazu gehört auch das Umsetzen der Informationen, die ich vermittle. Dann wird natürlich auch auf die 3-D Tiere geschossen und nach Beendigung des Parcours eine kurze Resonanz des Schießens gegeben.

Es besteht auch die Möglichkeit eines kleinen Wettbewerbes. Dies sollte im Voraus abgesprochen werden. Meine Preise sind Benutzungs- und Abnutzungspreise. Das heißt, ich halte das Gelände in Schuss und kümmere mich um neue Scheiben und Tiere, um auch immer einen sauberen Platz zu haben auf dem man sich wohlfühlen kann.

Bei Sonderwünschen muss man sich zusammensetzen und planen z.B. Geburtstage, größere Gruppen oder ähnliches. Wenden sie sich an mich. Ich werde alles für sie planen und auch durchführen.

„Bow-of-nature“ lädt sie herzlich ein, eine neue Erfahrung zu machen.

Bis bald

Georg